Gelöschter Anfang des Textentwurfs für das BzB-Posting von gestern:
Meine romantische Egozentrizität. Einsicht beim Schreiben im anderen Blog. Schreiben unter dem Arbeitstitel: Bemühen Sie sich nicht! Und darum geht es - dass Bemühen nicht gut ist. Sich anstrengen, sich etwas machen aus etwas oder jemandem, an nichts anderes mehr denken können, hinter jemandem her sein, niemals aufgeben, alles gut und auch gar nicht zu ändern, wenn es dazu kommt. Aber auf keinen Fall sich bemühen, weil Bemühen nur zu Bemühtem führt und das ist genauso schlecht wie meine romantische Egozentrizität. Weg von der, weg vom Liebeswahn und von Vorwurf, Klage, Enttäuschung, Verbitterung, Resignation. Wohin? – Erst mal nur weg. Das ist schon schwer genug, wie heute erlebt, als es um Bilder von ihr ging, der Ton sofort wieder bitter wurde und ich kein gutes Wort fand für sie/über sie. Weil ohne Egozentrizität keine Romantik? Und wenn der Blick nicht romantisch verklärend ist, dann wird er böse? Weil das bei mir so ist?
Gestrichen diesen Anfang, weil Gedanken, keine Erzählung. Aus der Erwähnung des Tagtraums ist dann der Text entstanden. So nicht geplant. Entstanden aus dem Wunsch, dem kalten, distanzierten Bilder/Gefühle-Text eine zärtliche Geste entgegenzusetzen. Wieder: Es ist so und es ist anders. Es gibt die Undurchschaubarkeit von ihr und das Verwirrende meiner Beobachtungen, es gibt den Überdruss an der Rätselhaftigkeit, die immer wieder eine neue Gestalt annimmt, und es gibt meinen Verdacht, dass die Rätselhaftigkeit gewollt ist, wenn ich mir auch nicht vorstellen kann, aus welchem Motiv, und es für genauso möglich halten muss, dass ich selbst die Rätselhaftigkeit erzeuge mit meiner Unbeholfenheit und meinen zu vielen Gedanken. So oder so, genug davon. Wenn sie nichts anderes ist als dieses Geheimnis, das sie aus sich macht oder aus sich machen muss, dann habe ich mittlerweile zu viel davon gesehen. Aber dann gibt es auch gleich die Regung, dass ich das nicht über mich bringe, mich abzuwenden. Dass ich es ihretwegen nicht über mich bringe. Das erkläre ich nicht, was ich damit meine. Kann ich nicht, denn ich verstehe es nicht. Brauche ich auch nicht. Es genügt, zu bekennen, dass es diese Regung gibt. Der nicht geplante BzB-Text von gestern ist diese Regung.
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