Montag, 30. April 2012

Andrang

Stadtbad Hans Rosenthal. 14:46.


Ich will nur wissen, ob am Feiertag morgen Frühschwimmen ist.



Morgen Früh geöffnet ab 6:30.

Rest des Textes gestrichen. Ich wünsche allen einen schönen 1. Mai!

Sarah

Was ich so alles sage, wenn ich Leute fotografiere. Aber das stimmt: Sarah, du siehst aus wie auf dem Gemälde eines Renaissance-Malers.




Freitag, 27. April 2012

Überlegen

Die Frau aus Selbsternannt schreibt mir, dass es schön für sie sei zu sehen, dass ich mich genau so verhalten habe, wie sie es von mir erwartet hat, als sie mir den Hinweis auf den Losito Kunstpreis gab. Ob das jetzt gut ist für sie, für mich, für sie und für mich oder nur für sie oder für keinen von uns? Keine Ahnung.

Um ihr keinen Google-Treffer anzuhängen auf den Text in Biest zu Biest, habe ich sie anonymisiert. Das innere Biest ist so eingestellt, dass es von den Suchmaschinen nicht gefunden wird. Hier ihre Website.

Überlegen, wie von ihr gewohnt, merkt sie zur Stiftung an, die sie als eine selbsternannte Stiftung bezeichnet hatte: übrigens: wirklich gute Stiftungen, die laufen nicht unter dem Namen des Schöpfers, der diese zu Lebzeiten mit seinem Geld errichtete;-) .

Mittwoch, 25. April 2012

All inclusive

Was die blonde Begleiterin gesehen hat alleine mit dem Künstler in der Galerie, für die er von der Galeristin den Schlüssel bekommen hat. Und was hat die Galeristin vom Künstler noch bekommen außer Kunst?







Alle Arbeiten ohne Titel. Alle von 2012. Mehr in der Ausstellung:
Ivan Ebel
wieder Schein
Bis 11.05.2012

Galerie Gilla Lörcher
Pohlstraße 73
10785
Berlin

Kunst: ã Ivan Ebel 

Montag, 23. April 2012

Charlotte

When we meet again
Introduced as friends
Please don’t let on that you knew me when
I was hungry and it was your world

Bob Dylan, Just Like a Woman


Montag, 16. April 2012

Selbstverliebt

Findest du meine Bilder etwa auch museal?
Nein, überhaupt nicht.
Weil du es dir nicht verderben willst mit mir.
Nein, weil deine Bilder wie gut gemachte Werbung sind. Werbung für dich. Schaut her, wie schön ich malen kann! Schaut, wie toll ich bin!
Jetzt hast du es dir verdorben mit mir.
Aber warum denn? Das ist nicht abschätzig gemeint. Das scheint so leicht. Aber das muss man erst mal hinkriegen: so hemmungslos und unverkrampft selbstverliebt zu sein.
Alle Künstler sind selbstverliebt.  
Aber nicht bei allen sieht es so gut aus wie bei dir.

Sonntag, 15. April 2012

Museal

Da habe ich es ihnen aber gegeben? Nachgetreten? – Den Eindruck hätte ich gerne vermieden. Ging nicht, weil ich den Unterschied markieren wollte zu Henry Anno, ich hätte auch auf das verweisen können, was bei Tanja Wagner passiert. Eine Gegenwärtigkeit und Lebendigkeit, weil diese Kunst sich nicht im Definierten bewegt, auf den ausgetretenen Pfaden, wo einem nichts zustoßen kann, den Künstlern nicht, dem Publikum nicht. Was der 29jährige Ivan Ebel gemacht hat in den Arbeiten, die bei Gilla Lörcher ausgestellt sind, das hätte er auch schon in den frühen 60er Jahren machen können, als der Film von Jonas Mekas  herausgekommen ist, auf den er sich bezieht in einem Text, den er verfasst hat zur Erklärung seiner Kunst in der Ausstellung wieder Schein. Gedanken im Nachhinein, wie er betont. Aber Gedanken, die er auch schon 1962 hätte haben können. Es ist eine Art zu denken, wie Künstler im 20. Jahrhundert gedacht haben über Kunst, und wenn es ihnen geglückt ist, dann  i n  ihrer Kunst. Die meiste Kunst, die ich sehe, insbesondere Malerei, ist stehengebliebenes 20. Jahrhundert. Deshalb nenne ich sie museal. Insofern ist es nicht abschätzig von museal zu sprechen zum Beispiel bei den Arbeiten des jungen Schweizers. Man kann ins Museum gehen, um sich zu inspirieren. Man kann in der Manier von irgendwem oder -was arbeiten und sich so die Zeit vertreiben bis zu dem Tag, an dem man zu etwas Eigenem in der Lage ist oder man stirbt. 

Dienstag, 10. April 2012

Rüstung

Sie auf dem Weg zum Hallenbad. Ich auf dem Rückweg. Sie fährt mit dem Fahrrad über den Bürgersteig, um abzukürzen das Abbiegen auf der Kreuzung Belziger / Eisenacherstraße und dabei sieht sie mich an der Ampel stehen und guckt gleich wieder weg. Grüßt nicht. Verdrückt sich eilig um die Ecke, so dass ich sie auch nicht grüßen kann. Aha! Das ist jetzt unser Status, nachdem ich ausfällig geworden bin gegen sie. Indem ich in Erinnerung brachte, wie wir uns kennengelernt haben. Zwei Teile. Teil 1: sie in einem beklagenswerten Zustand, selbstverschuldet. Teil 2: sie verblüfft mich mit der Souveränität, mit der sie nachträglich damit umgeht. Wir machen Bekanntschaft miteinander. Und alles, was danach kommt, ist immer weiter bekannt werden bis zu heute Morgen, da sie dem Bekanntwerden ein Ende gemacht hat. Was ich in Ordnung finde. Ich war bösartig – und so bissig, wie sie es auch sein kann. Sie lässt sich nichts gefallen. So wie auch ich mir nichts gefallen lasse, und deshalb war ich bösartig. Allerdings auch diskret. Es muss sie jemand schon sehr gut kennen, um meine Ausfälligkeit auf sie zu beziehen, und wenn er sie so gut kennt, dann ist es keine Neuigkeit, was ich angesprochen habe. Es ist auch nichts Schlimmes; sie betreibt keinen Handel mit minderjährigen Jungfrauen aus Somalia. Es steht nur in einem Kontrast von Kläglichkeit gegen ihren Hochmut. Und ihr Hochmut hat mich immer aufgebracht und zugleich auch fasziniert: Wie kann jemand so sein?! Wie kann sie sich so gehen lassen?! Ich bremse mich doch auch in meiner Überheblichkeit. Kriegt sie sich selbst nicht mit oder findet sie sich gut so wie sie ist oder ist ihr Hochmut ein Schutz? Teil der Rüstung, die sie trägt? Dass sie eine Rüstung trägt, habe ich schon nach kurzer Zeit der Bekanntschaft mit ihr bemerkt und ich habe mir das damit erklärt, dass sie Karriere gemacht hat in einer Männerwelt, als das noch nicht so selbstverständlich war, und dass sie ihre Vorliebe für Frauen entdeckt hat zu einer Zeit, als lesbische Beziehungen noch nicht selbstverständlich waren. Dass sie eine Lesbe ist, das ist eine Vermutung von mir. Ich habe sie nie danach gefragt, wen sie meinte, wenn sie von wir sprach: wir sind dorthin gefahren, wir haben uns das und das angeschaut. Sie hat es im Unklaren gelassen. Denn es geht niemanden etwas an. Und ist es denn so wichtig? – Nein. Aber es hat mich trotzdem interessiert. Weil ich sie interessant fand und gerne mehr mit ihr geteilt, vertraulicher mit ihr geredet hätte. Meinetwegen auch über Frauen. Wie Kerle über Frauen reden. So bin ich überhaupt darauf gekommen dass sie lesbisch sein könnte: wegen der Mackerhaftigkeiten, die ich an ihr wahrgenommen habe. Sie kann etwas von einem Kerl haben.  Sie kann aber auch so mädchenhaft und dabei so zuckersüß liebenswürdig sein, dass von ihrem Hochmut und ihrer Rüstung nichts mehr zu sehen ist. Deswegen habe ich sie in mein Herz geschlossen. Wegen beidem. Wegen der Liebenswürdigkeit und der Rüstung. Und deshalb hat es mir leid getan heute Morgen, als ich sah, dass wir uns jetzt nicht einmal mehr grüßen.

Donnerstag, 5. April 2012

Leon








Leon nimmt Zeichenunterricht bei Uliane, seit er 13 ist. Jetzt ist er 20. Geboren 1992. Er will Computeranimation studieren in Dänemark. Ich kenne seine Eltern. Er war sieben oder acht, als wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Ein aufgeweckter kleiner Junge. Heute sehen wir uns nach all den Jahren wieder. Aber ein Wiedersehen kann man das nicht nennen. Weil er jetzt eine ganz andere Person ist. Ein Mann. Ein sehr männlicher Mann, wenn man ihn reden hört.

Mittwoch, 4. April 2012

Von der Leine

Keine Lust auf Hasen. Macht nichts. Sehenswertes Schaufenster in der Akazienstraße 2. Mit den Hasenbildern von Ana Gabriele Schönsteiner. Unikate zu Freundschaftspreisen. Und Dank der Wirtin Michaela vom Felsenkeller.

Internationale Presse