Donnerstag, 26. Mai 2011

Täuschung

Homestory 2. Heute 3. Der Text ist jetzt schon zu lang. Wie komme ich zum Ende? Bergwerk. Maloche. Was ist die Aktion? Herausfinden, wie es weiter gehen soll, nachdem er mich bei meinem Besuch abgewimmelt hat. Was ist das Ziel? Herausfinden, ob er lügt, warum er lügt, oder ob er vielleicht gar nicht lügt? Dagegen stehen meine Wahrnehmungen, dagegen steht die Realität der klandestinen Kommunikation mit ihr da drüben. Aber wer ist sie da drüben? – Ist die Person, mit der ich die klandestine Kommunikation hatte und immer noch habe, weil sie sie fortsetzt, - ja, das tut sie -, ist die Person die Frau aus dem Hallenbad? Wenn sie es nicht ist, wer ist sie dann? Anders gefragt: Was ist dann da drüben los? – Möglichkeit, an die ich früher schon gedacht habe: Ich habe mit meinem Auftritt, als ich damals den Brief abgeben wollte, ein Spiel ausgelöst, das eine Person da drüben, die nicht die Frau aus dem Hallenbad ist, mit mir gespielt hat. Der Nachbar hat gewusst von dem Spiel, sich vielleicht sogar daran beteiligt. Es war ein harmloses Spiel. Es war nicht bösartig. Jemanden zum Narren halten, das ist allenfalls ein übler Scherz, aber keine Bösartigkeit. Doch durch meine Hartnäckigkeit hat das Spiel seine Harmlosigkeit verloren. Es hat sich verselbständigt. – Das ist eine Möglichkeit, sie würde meine Täuschung erklären. Aber je länger ich über diese Erklärung nachdenke, desto mehr Eindrücke fallen mir ein, die diese Version ausschließen. Ich habe mich nicht getäuscht. Die Person, die ich im Sommer 2009 dort drüben gesehen habe, ist die Frau aus dem Hallenbad. – Wie kommuniziere ich das mit ihm? Mit welchem Ziel? Mit der Frau aus dem Hallenbad sprechen. – Ich würde gerne mit Ihrer Freundin sprechen. Der Satz, zu dem ich nicht gekommen bin. Erweitern zu: mit Ihrer Freundin oder Ex-Freundin sprechen, denn vielleicht ist sie gar nicht mehr da (aber wer setzt dann die klandestine Kommunikation fort?). Und ändern: ich würde gerne. Zu: Ich will. – Ich will mit ihrer Freundin oder Ex-Freundin sprechen. So brauche ich ihm aber nicht zu kommen. Denn es gibt keine Freundin oder Ex-Freundin, sagt er. – Also ihm die Version anbieten, dass jemand da drüben mich zum Narren gehalten hat? Und sei es nur, um mit ihm im Gespräch zu bleiben?

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