Unabgeschlossenes. Im Moment gerade: Ich muss noch einen Zwei-bis-Dreizeiler über das Posting von gestern texten für die Facebook-Seite. Verschwiegen habe ich, dass ich schon vor der Sache mit den Schuhen nicht so richtig wollte. Aber das hätte sich auch ändern können. Deshalb ist es in Ordnung, wenn das verschwiegen bleibt. - Offen ist die Frage, wie ich das meine mit den Pechvögeln. Textvorschlag: Wieso Pech? Es wäre doch sowieso nichts geworden. – Aber hätten wir dabei nicht mehr Spaß haben können? – Und dann gibt es noch einen Subtext. Deswegen habe ich den Post vermutlich geschrieben. Für mich selbst überraschend. Zwei Minuten bevor ich mit dem Schreiben anfing, habe ich noch gedacht, ich würde über das Anschauen der Pressekonferenz von Lars von Trier schreiben. Subtext ist: Das Muster in der Geschichte. Story of my life. Lakonie: Ich bissig. Sie zickig. Vorher schon gemerkt, dass es nicht geht. Auch eine Art, sein Leben lang alleine zu bleiben. – Larmoyant. Zu schwerwiegend. Und Leben lang alleine stimmt auch nicht, aber ohne Leben lang ist der Satz zu dürr. – Auch eine Art, alleine zu bleiben. – Art, was habe ich zur Zeit nur mit Art? Abstraktum. Schwachwort. – Meine Art? – Meine Art, ein Leben lang alleine zu bleiben? – Ich bissig. Sie zickig. Vorher schon gemerkt, dass es nicht geht. Meine Art, ein Leben lang alleine zu bleiben. – Larmoyant. Zu schwerwiegend. Ich nehme für Facebook den Zweizeiler mit dem Pech.
Und mache weiter mit dem Muster? – Heute eine Homestory? Weil ich träge und scheu bin und mich am liebsten verstecken würde heute. – Link von der Frau aus dem Schuhladen zu einer anderen Frau. Lange nach dem Vorfall mit den Schuhen mit dem Hirschledergeruch. Fußgängerampel an der Grunewaldstraße. Die Herbstsaison mit dem beinbetonten Look der engen Hosen und der hohen Stiefel. Die Frau aus dem Schuhladen geht über die Straße, trägt diesen Look, der sexy an ihr aussieht. Ich schaue hinter ihr her, aber nicht wegen des Looks, sondern weil wir diese blöde Geschichte miteinander haben. Eine andere Frau beobachtet meinen Blick und denkt, dass ich der Frau hinterher schaue, weil mir der Look gefällt, und als die andere Frau mir das nächste Mal Gelegenheit gibt, sie zu sehen, trägt sie auch diesen Look. Wenn es so war, wenn ich mir das nicht nur eingebildet habe. Denn das ist jetzt die andere Geschichte, die mit dem Imaginären und dem Rätsel und den viel zu vielen offenen Fragen. - Formuliere einen Zwei-bis-Dreizeiler für diese Geschichte. Variation des Story-of-my-Life-Musters: Meine Art, ein Leben lang alleine zu bleiben. – Meine Güte! Dann ist das eben so. Bloß kein Gejammere! – Aber interessant ist es schon als Schicksal, als Muster. Muster als Schicksal. Und dann noch die vielen unbeantworteten Fragen.
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