Mein Unglück meint es doch nur gut mit mir. Das die Einsicht von gestern auf heute. Es zeigt mir, wo ich hinfassen muss, damit sich etwas ändert. Keine Reaktion von Lesern? Huhu! – Geh hin und hol sie dir. - Kein Geld? Huhu! – Schreib nicht einfach nur drauf los wie gestern wieder. – Was anders aber nicht ging. Es hat mich gerettet. – Trotzdem, um Geld zu verdienen braucht das Schreiben mehr Umriss. Kontur. Ohne handelbares Produkt keine Bezahlung. Die tägliche Statusmeldung auf der Facebook-Seite des Biests ist eine gute Übung dafür. Vielleicht sogar vor dem Schreiben schon überlegen, was dort später stehen soll. – Kommt überhaupt nicht in Frage. Dann kann ich auch gleich die Werbung posten. Sich selbst verkaufende Lyrik. – War nur so eine Idee. – Und was ist mit der vertrauten Person, die nicht mit mir spricht, weil es sie nicht gibt? Huhu! – Auch hier gilt: Nichts geschieht von alleine. – Entgegenkommen gibt es nicht auf Verlangen. – Aber Liebe gibt es nicht auf Verlangen, heißt es. – Mit Vertrautheit ist es nicht anders. – Nichts geschieht von alleine. – Du wiederholst dich. – Du hast keine Idee.
Gestern es gerade noch geschafft, nicht über DSK zu schreiben. Das wird jetzt mit jedem Tag schwerer werden. Was für ein Charakterdrama! – Egal, ob er in eine Falle getappt ist – Intrige Sarkozys oder auch nur Intrige des Zimmermädchens. Oder ob er so dummgeil war, für einen F*** seine Karriere zu ruinieren. Was ist die beste Variante? – Intrige Sarkozys ist zu naheliegend, alleine schon daran zu erkennen, dass das Viele denken; das würde auch irgendwann auffliegen, weil es bei einer solchen Intrige zu viele Mitwisser gibt. Am besten wäre, wenn das Zimmermädchen ihn nicht als Lockvogel, sondern auf eigene Rechnung reingelegt hätte. Sie hat zuvor gemerkt, dass er scharf auf sie ist, sie hat ihn nicht mal ermutigt, das hat ihn noch schärfer gemacht; sie ist nur im richtigen Moment ins Zimmer gekommen, um sich zu wehren, als er ihr an die Wäsche ging, aber nicht mit aller Kraft, sie hat dafür gesorgt, dass es zu einem Gerangel kam, das genügend Spuren für die folgende Untersuchung hinterlassen hat. Als nächstes muss sie nun den richtigen Moment abpassen, um in Verhandlungen einzutreten mit der Frau von DSK, die nach New York gereist ist mit 1 Million Dollar für die Kaution. Beim Zimmermädchen sind die besser angelegt - dafür, dass sie ihre Anschuldigungen zurück nimmt oder abmildert. Womit sie es dann aber selbst mit der Justiz zu tun kriegen könnte wegen Falschaussage. Deshalb sollte sie besser den dummen geilen Mann seinem Schicksal überlassen und ihr Geld verdienen mit dem Verkauf der Exklusivrechte an ihrer Geschichte. Das reicht ihr, was sie dafür kriegt. Meine ganze Sympathie für das Zimmermädchen! Alleine schon wegen der Pointe, dass der Sozialistenführer (warum ist so ein Typ Sozialist?) über die Frau aus dem Volk stürzt, die dabei noch Kasse macht. Ich wünsche es ihr so sehr, dass das so ist. – Weniger amüsant die Variante, dass sie argloses Opfer war. Denn da stellt sich die Frage, wie konnte er sich Erfolg versprechen von seinem Nacktangriff aus dem Badezimmer? Und wie konnte er dieses Risiko eingehen? – Und darauf gibt es nur eine Antwort: Dass er mit diesem Auftritt bei anderen Zimmermädchen oder anderen Frauen in einer ähnlich subalternen Stellung Erfolg gehabt hat mit seinem Nacktangriff. Weil die das hingenommen haben, weil sie geschwiegen haben hinterher, weil sie es sich für ein paar Geldscheine, die er ihnen anschließend zugesteckt im Nachhinein haben gefallen lassen. Im Gegensatz zum Zimmermädchen des New Yorker Sofitel. Womit sie dann aber auch eine Heldin ist. Und ihren Lohn, das Honorar für die Exklusivrechte bekommt sie auch in diesem Fall. – Hybris und Nemesis (strafende Gerechtigkeit), wie das immer wieder funktioniert. Auch ohne Götter. Die braucht es nicht. Es genügt ein Zimmermädchen. La cause du peuple. Ça ira! – Und wenn doch Sarkozy dahinter steckt, hat die Nemesis auch funktioniert.
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