Erinnerungslücke trifft Unentschlossenheit. Wenn ich drauf komme, wie die Tischlampe mit dem grünen Schirm bezeichnet wird, dann schreibe ich über das Geschehen in der Wohnung gegenüber. Den Spuk ihrer Zeichen und der Zeichen, die er dagegen setzt, ihr Freund. Der Name der Lampe, eines klassischen Tischlampentyps, geht so wie Cartier-Lampe, aber es ist nicht Cartier und ich komme einfach nicht drauf. Die Lampe steht auf einem Bord oder einer Anrichte an der rechten Wand des Wohnzimmers und sie ist eingeschaltet zusätzlich zur Deckenbeleuchtung – immer dann, wenn er da ist? – Das war bisher mein Eindruck. Träfe er zu, dann wäre er, ihr Freund, in letzter Zeit nicht dagewesen. Erst seit gestern wäre er wieder da, denn gestern war die Lampe eingeschaltet. Es kann aber auch sein, dass er die ganze Zeit schon da war und dass er es nur vermeiden wollte, Präsenz zu zeigen, um mir keinen Anlass zu geben, mich weiter mit ihm zu beschäftigen und in der Folge davon mit ihr. Es kann aber auch sein, dass ich das alles falsch gedeutet habe und dass es ein Zeichen von ihr ist. – Wegen dieser Ungewissheiten möchte ich nicht mehr über diesen ganzen Zeichenspuk schreiben. Und warum habe ich es jetzt trotzdem getan und dazu noch entgegen der Abmachung, dass ich zuvor auf den Namen der Lampe kommen muss? – Ich wollte nur festhalten, dass es den Spuk weiter gibt und dass ich mich ihm nicht entziehen kann, dass ich mir aber nicht den Kopf darüber zerbrechen will, und dass das hoffentlich auch bald nicht mehr nötig sein wird. Hoffentlich? – Nachgeschaut: der Lampentyp ist Bank-Tabellen-Lampe. Ist mir neu; Bank leuchtet mir ein (haha), Tabelle nicht. Die Bezeichnung, die ich nur schemenhaft erinnert habe, ist Tiffany Lampe, aber die hat einen bunten Schirm, die Lampe im Wohnzimmer gegenüber hat einen einfarbig grünen Schirm, ist nun aber mittlerweile ausreichend beschrieben. Ein Link zu einem Foto wäre besser, keines gefunden. Eine Tiffany-Lampe sieht so aus. - Schemenhaft ist ein schönes Wort. Schemenhaft sind auch die Zeichenaktivitäten gegenüber.
Ernüchterung trifft Zufriedenheit. Obwohl es sich überhaupt nicht so anfühlte, bis zum Schluss nicht, war das gestern ein guter Tag. Eine Form für das viel zu viele Denken gefunden: Konversation mit dem Unglück. Das Kiez-Thema etabliert: Gesellschaftsleben in Zentral-Schöneberg. Meine polemische Kiez-Soziologie skizziert: die Provinzler, die spielen was sie für Großstadt halten. Natürlich überzogen, Polemik eben. Es gibt hier auch eine Menge authentischer Großstadtbewohner. Ich habe sie nur noch nicht kennengelernt. Das ist nicht wahr. – Schließlich mich aufgestellt, meine Rolle gefunden als Nomade, der beobachtende Fremde, teilnehmender Ethnograph mit dem Handlungsziel: Lachen. Verdammt noch mal, muss doch möglich sein, hier mal lachen zu können. – Und ganz am Ende noch die Facebook-Seite für Biest zu Biest in Gebrauch genommen mit dem ersten Posting. Bekanntmachung des BzB-Postings von gestern: Gesellschaftsleben. – Foto von mir hochgeladen und gleich wieder das altbekannte Facebook-Gefühl gehabt. Die Langsamkeit der Abläufe. Die Zähigkeit der Funktionen – wie das Greifen in einen Teig. Verdruss, weil es nicht geklappt hat mit dem Foto. Account deaktiviert. Aber sofort gewusst, dass ich das wieder rückgängig machen werde. Heute Morgen die Seite reaktiviert. War alles noch da und nun hat es auch geklappt mit dem Foto. Jetzt brauche ich nur noch Fans. So heißen die Friends auf einer Seite, auf der man sich bei Facebook mit seiner Marke, seinem Unternehmen oder seiner Website – oder seinem Blog – präsentieren kann dem Social Network. Wie kriege ich Fans? Wie vernetze ich mich? – Niemand hat in meinem Blog je kommentiert (außer Inge). Und jetzt will ich sogar Fans haben? – Leser reichen mir. Um mehr Leser zu bekommen, will ich die Facebook-Seite als Plattform nutzen, um den Blog bekannt zu machen – zu werben, aktiver, gezielter als mit der Google-Anzeige. Die habe ich inzwischen storniert, obwohl ich noch ein Restguthaben (vom Gutschein) im Wert von 25 Euro hatte. Storniert wegen Albernheit der Werbeaktion. Besser werben – akquirieren – über Facebook. Da liegen alle Aktivitäten bei mir. – Natürlich freue ich mich über jeden, der sich als Fan auf der Biest-zu-Biest-Facebook-Seite einträgt. Sagt man einträgt? Ich weiß nicht mal, wie das geht. Ich weiß auch noch nicht, wie das Akquirieren im einzelnen gehen soll. Ich weiß nur, dass ich mich da nicht drin verlieren und vom Schreiben ablenken lassen will. - Um die BzB-Facebook-Seite zu finden: im Feld Suche auf Facebook Biest zu Biest eingeben, dann müsste die Seite als Treffer kommen.
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