Montag, 28. Februar 2011

Böse

In Überlegen gestrichen:
Größtes Lob, das ich bekommen habe in meiner kurzen, bescheidenen Laufbahn als Journalist, von einem meiner Opfer: Sie haben sich als Biedermann eingeführt und als Wolf im Schafspelz entpuppt.

Artikel Why Are Men Angry: Bin ich ein nice guy? Bin ich ein bad guy? – Die Frau von gegenüber, die fast alles weiß von mir, die könnte es sagen. Sie weiß auch, dass ich gerne böser wäre, als ich es bin. Bin ich böse genug, um gemeinsam Spaß zu haben mit ihr?  – Als nice guy hat sie mich bestimmt nicht ausgesucht. – Bei Frauen in der Vergangenheit im Verliebtheitsreflex – das ist normal – mich als nice guy eingeführt. Spätestens nach zwei Jahren mussten die Frauen dann erleben, wie bei mir der bad guy zum Vorschein kam. Das könnte der Frau von gegenüber mit mir nicht passieren nach allem, was sie von mir weiß. – Ideale Voraussetzung eigentlich. Schade um jeden Tag, an dem sie nicht genutzt wird, die Voraussetzung.  Überhaupt alles sehr schade. Nicht zu ändern. Böse sein, ist nicht alles.

300. Post heute in Biest zu Biest. Als Geschenk an die Leser eine Nachricht über die Tess: dass sie so nicht mehr heißt. Und: die Anekdote zum Schluss, an der allen deutlich wird, warum ich (so) alleine bin. - Und warum so lange gezögert, den Post abzusetzen? - Weil ich das Gefühl nicht los wurde, dass  der zweite Teil des Textes mit dem Daily-Beast-Artikel hierher gehört und nicht zu dem SPIEGEL-Text passt. Aber dann hätte ich kein Geschenk für die Leser gehabt.  

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