Montag, 19. September 2011

Gelee

Das Innere des Biests fühlt sich heute an wie Gelee. Was ist das Innere des Biests? Gestern habe ich so getan, als wäre es eine Klatsch- und Schwatzecke und: Bitte Beachten! Die Kommentarfunktion ist aktiviert. Bitte Gebrauch davon machen! – Darauf gebracht worden von Uliane, als sie fragte, wie sie an die Kommentarfunktion in Biest zu Biest rankommt. Antwort: Gar nicht. Die habe ich ausgeschaltet. – Das ist gut, hat sie gesagt. – Aber wäre es nicht besser, wenn es an anderer Stelle die Möglichkeit zum Kommentieren gäbe? In Das innere Biest zum Beispiel. So war das von Anfang an gedacht. Hier schreibe ich eine Art Behind the Scenes und dazu gehört, dass die Leser kommentieren können, was in Biest zu Biest passiert. Doch dann ist Das innere Biest mehr persönliches Tagebuch geworden als Blogtagebuch. Eine Art Blogtagebuch gab es zwei Monate lang auf der Facebook-Seite von Biest zu Biest. Damit habe ich wegen so gut wie keine Resonanz vor ein paar Wochen aufgehört und heute ist ein guter Tag, um die Seite ganz aufzugeben. Gestern habe ich versucht, was ich auf der Facebook-Seite gemacht habe, in Das innere Biest fortzusetzen. Was dabei herausgekommen ist, hat mir nicht gefallen: Tagebuchartige Bemerkungen zu meinem kurzen Besuch bei Brigitte Stamm; ein Vorhaben, über das ich mit ihr gesprochen habe (Stephanus Schmitz nun doch zu treffen), die Reaktion von Sabine Baer auf die zwei Postings über sie. Das war uninteressant und krampfig; am Abend habe ich es weggeschmissen. Und damit den Versuch, Leser zum Mitmachen zu bringen, schon wieder aufgegeben? – Mit Bitte Beachten! und Bitte Gebrauch von der Kommentarfunktion machen! geht es jedenfalls nicht. Und schon gar nicht damit, dass ich hier nur blogge, damit die Leser (über Bande gespielt) ihre Kommentare zu BzB schreiben können. Hier passiert entweder etwas, das für sich steht, oder ich schalte den zweiten Blog demnächst ab wie nachher die Facebook-Seite. Was kann hier passieren? Blogtagebuch? Oder der Roman, Fortsetzungsroman, BlogRoman, von dem ich fasele seit ich blogge? Aber jetzt nicht mehr Geschichte einer romantischen Verwirrung, jetzt Geschichte meines Lebens mit dem Blog und des aussichtslos erscheinenden Versuchs, von dem Blog zu leben. Und dass ich den Versuch trotzdem nicht aufgebe, stur an dem Ziel festhalte, das ist der Plot, das ist das Drama: Wie geht es aus? Komödie oder Trauerspiel? – So. Alles echt, alles wahr. Nichts ausgedacht. Das ist auch nicht nötig, weil es jeden Tag genug zu erzählen gibt. Heute: Das Innere des Biests fühlt sich an wie Gelee.   

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