Feige? Oder nur zaghaft? Oder orientierungslos?
Ich will nicht alles kaputt machen, indem ich schreibe über die scheußlichen Umstände des Unglücks.
Du willst dein Unglück also nicht zerstören.
Genau.
Das die helle Seite des Unglücks, wo es immer noch was zu lächeln und zu hoffen gibt. Die dunkle Seite: Ahnung, in etwas hineingezogen worden zu sein, was mit mir nichts zu tun hat. Beschreiben kann ich es nicht. Dazu weiß ich zu wenig darüber. Ich weiß nur, wie es sich anfühlt. Wie eine Krankheit. Aber es ist nicht meine Krankheit. Und es ist so vertrackt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es die Krankheit einer einzelnen Person ist. Ahnung: Es ist die Krankheit eines Paares. In die bin ich hineingezogen worden, als ich dem für mich 100 % perfect girl begegnet bin. Glück im Unglück gibt es. Ich hatte Unglück im Glück. Und jetzt ist das Glück schon lange vorbei, aber das Unglück hört nicht auf. Wegen der Krankheit, die nicht meine Krankheit ist, in die ich hineingezogen worden bin und ich komme nicht raus.
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