Montag, 7. November 2011

Reste vom Wochenende

Witz, den nicht alle verstehen werden. Zufälliges Treffen mit Burchard Vossmann im Atelier von Hermann Spörel. Burchard mit seiner Frau auf Kunstrundgang. Ich mache Hermann und Burchard miteinander bekannt. Das ganze Atelier vollgestellt mit Bildern Hermanns. Burchard fragt ihn: Und du bist Maler? - Hermann: Ja.

Bei Liljana eine junge Familie mit zwei Kindern. Das Kleine trägt der Mann auf den Schultern. Die Frau fragt, ob sie auch das Büro betreten und die dort stehenden Bilder anschauen dürfen. - Kommen Sie rein, das ist alles für Sie, sagt Liljana und ich mache ein Kurzinterview mit der jungen Familie. Sie würden sich gerne viel mehr angucken, am liebsten zu allen Adressen gehen, sagt die Frau. Aber das geht nicht, sagt der Mann und macht eine Kopfbewegung zu dem Kind auf seinen Schultern. So schwer kann das Kind doch nicht sein, denke ich und frage, ob sie in der Nähe wohnen. Nein, sie wohnen in Charlottenburg und sind extra wegen des Kunstrundgangs nach Schöneberg gekommen, nachdem die Frau am Vorabend im TV einen Bericht darüber gesehen hat. War das RBB? fragt Liljana. Die Frau glaubt, ja. Worauf Liljana erzählt, dass die gestern mit einem Kamerateam bei ihr waren. Gegen 11.30 Uhr war das. Noch keine Besucher. Die halbe Stunde bis zum Beginn des Rundgangs wollten sie nicht warten. Hatten es eilig und haben deshalb Liljana gefragt, ob sie sich als Besucherin vor ein Bild stellen könnte. Wegen der Authentizität hat Liljana sich dann ihre Jacke angezogen. Die TV-Leute hätten sie auch ohne Jacke genommen. Ist doch egal, achtet doch sowie keiner drauf. Guckt vielleicht auch keiner? Nein, die Frau aus Charlottenburg hat den Bericht gesehen, sonst wäre sie jetzt nicht hier mit ihrem Mann und ihren Kindern. Aber Liljana in der Rolle einer Galeriebesucherin hat sie nicht gesehen, sie hat aber auch nicht so richtig hingeguckt. Fernsehen.

Eine Künstlerperson braucht unbedingt eine Ausstellung. Wegen der Atelierförderung. Damit sie ihr Atelier nicht verliert. - Herausfinden: Wozu braucht sie ihr Atelier?

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