Morgenlektüre: Strauss-Kahn Accuser´s Call Alarmed Prosecutors. Danach erscheint mir meine Folgerung, Strauss-Kahn sei unschuldig im Sinne der Anklage, nicht mehr nur als voreilig, sondern als unhaltbar. Denn was die Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens am meisten erschüttert, das beweist sie zugleich. 28 Stunden nach der sexuellen Handlung im der Suite 2806, von der sie behauptet, sie sei nicht einvernehmlich gewesen, hat sie mit ihrem Freund telefoniert, der zur Zeit in einer Haftanstalt in Arizona einsitzt. Das Telefongespräch wurde von den Ermittlern aufgezeichnet. Ausgewertet konnte es aber erst jetzt werden. Es hat offenbar Wochen gedauert, bis die Ermittler jemanden fanden, der das Gespräch übersetzen konnte. Denn es wurde in einem nicht weit verbreiteten Dialekt des Fulani, der Sprache Guineas, geführt. Was die Ermittler aufhorchen ließ, als ihnen die komplette Übersetzung des Gesprächs vorlag, war die Stelle, an der die Frau zu ihrem Freund sinngemäß sagt: Mach dir keine Sorgen. Der Typ hat jede Menge Geld. Ich weiß, was ich tue. – Diese Aussage gab den Ausschlag dafür, dass die Staatsanwaltschaft den Fall neu bewertet und Strauss-Kahn gestern auf freien Fuß gesetzt hat, zumal der Frau zuvor schon in anderen Punkten Lügen nachgewiesen worden waren (zum Beispiel bei den Angaben die sie bei der Einwanderungsbehörde gemacht hatte; unter anderem, sie sei in ihrem Heimatland von mehreren Männern vergewaltigt worden). Einerseits verständlich, dass die Staatsanwaltschaft nun einen Rückzieher macht, nachdem sich herausgestellt hat, dass die Frau keineswegs die fromme Muslimin mit der tadellosen Lebensführung ist, als die sie sich dargestellt hatte, sondern eine Frau, die (wie Millionen Andere vor ihr) gelogen hat, um in die USA einwandern zu können, und die mit einem kriminellen Liebhaber darüber spricht, aus einem Unrecht, das ihr angetan wurde, Kapital zu schlagen. Andererseits hat sie in dem Gespräch, bei dem sie glaubte frei und offen sprechen zu können, dem kriminellen Liebhaber den sexuellen Angriff des reichen Mannes genau so geschildert, wie sie ihn auch in ihren Aussagen gegenüber den Ermittlern dargestellt hat. Keine Ahnung, was das vor einem US-amerikanischen Gericht wert ist, im Leben würde ich das für einen Beweis ihrer Glaubwürdigkeit im entscheidenden Punkt halten: die sexuelle Handlung wurde ihr von dem reichen Mann aufgezwungen.
Unstimmigkeiten auch in ihren Aussagen darüber, was sie unmittelbar nach dem Vorfall gemacht hat: dass sie sich aus Scham in einem Korridor versteckte, hat sie zuerst zu Protokoll gegeben; inzwischen hat sie diese Aussage korrigiert: sie hat zunächst weiter ihre Arbeit gemacht, erst eine andere Suite, darauf die Suite 2806 geputzt, und dann erst hat sie sich an einen Vorgesetzten gewandt. In welcher Verfassung sie da war und was sie zu ihm gesagt hat, das ist nun allerdings unzweifelhaft. Denn das hat ihr Vorgesetzter ausgesagt. Sie hat ihn gefragt, Can any guest at the hotel do anything they want with us? - Können Hotelgäste mit uns alles machen, was sie wollen?
Unstimmigkeiten auch in ihren Aussagen darüber, was sie unmittelbar nach dem Vorfall gemacht hat: dass sie sich aus Scham in einem Korridor versteckte, hat sie zuerst zu Protokoll gegeben; inzwischen hat sie diese Aussage korrigiert: sie hat zunächst weiter ihre Arbeit gemacht, erst eine andere Suite, darauf die Suite 2806 geputzt, und dann erst hat sie sich an einen Vorgesetzten gewandt. In welcher Verfassung sie da war und was sie zu ihm gesagt hat, das ist nun allerdings unzweifelhaft. Denn das hat ihr Vorgesetzter ausgesagt. Sie hat ihn gefragt, Can any guest at the hotel do anything they want with us? - Können Hotelgäste mit uns alles machen, was sie wollen?
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