Sonntag, 5. Februar 2012

Zettl

Rest eines verworfenen Textes:
... Und weil in meinem Leben immer alles so zusammenpasst, geht es gleich beim Frühstück weiter mit Fake-Journalismus, als ich auf Bild.de Helmuth Karaseks Beitrag über die Berliner Premiere des Dietl-Films Zettl lese. Hätte der Artikel Beine, stünde er knietief im Schleim. Er ist so widerlich, dass ich mit vollem Mund Lohnf***e zische und mir dabei fast das Müsli herausfällt. Zur Erinnerung: Ich benutze das böse Wort F***e nur in Beziehung auf Männer (und auch nur dann, wenn es niemand hört). In Verbindung mit Lohn als Steigerung von Lohnschreiber höre ich das Wort in diesem Augenblick zum ersten Mal von mir und muss lachen wegen des Drastischen des Ausdrucks. Zutreffend ist er allerdings nicht. Denn beim Weiterlesen wird mir klar, dass der Artikel ein Freundschaftsdienst des Karasek für Dietl ist. So sehr in Not der Dietl an der Kinokasse? Kann doch nicht sein, da sein Film erst am Donnerstag angelaufen ist. Also angeschossen in seiner Eitelkeit der Dietl von den Verrissen, die er durchweg gekriegt hat. Und das von dem Karasek soll jetzt helfen? Dann hat er es nicht besser verdient, der Dietl, der überschätzte, und irgendwann ist halt Schluss, der letzte Film war doch auch schon ein Flop, der davor auch und Rossini war ein Menschenzoo und Schtonk war Götz George und Christiane Hörbiger und Kir Royal war Fernsehen und Co-Autor war Patrick Süskind.

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