Draußen ist heute drinnen. In meiner Wohnung drei Leute mit Chef von einer Abrissfirma und zwei Dachdecker. Die bauen Abdeckungen für die beiden Balkone. Kleiner Balkon zur Straße raus, größerer Balkon zum Hof raus. Böden undicht; bei den Mietern in der Wohnung darunter tropfte im Winter literweise Wasser von der Decke. Jetzt alte Böden raus. Fliesen weg, Estrich weg, das Stahlgitter darunter weg, die Abdämmung weg. Das machen zwei Männer mit Presslufthämmern. Einem nehme ich seine Kapuzenjacke ab, um sie für ihn aufzuhängen. Durchgeschwitzt. Den Männern zugucken. Fragen stellen. Und was ist unter der Dämmung? – Beton. – Und wenn der auch feucht ist? – Klar, ist der feucht. – Wollt ihr den auch rausreißen? – Nein, der wird getrocknet. Mit einem Brenner. - Das findet morgen statt oder auch nicht. Kann sein, dass es nächste Woche erst weiter geht. Im großen Zimmer, meinem Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer, ist dann solange Halbdunkel, weil es sich von der Hausverwaltung nicht bis zu den Dachdeckern rumgesprochen hat, dass transparente Planen für die Abdeckung verwendet werden sollen. Grün und blau sind die Planen, die sie nun verwendet haben - und blickdicht, heißt: sie lassen kaum Licht durch. Zeltatmosphäre im Zimmer. Am Ende werde ich sie noch vermissen, wenn alles vorbei ist. Die Pingeligkeit im Vorfeld – ich arbeite hier, ich brauche Tageslicht – weicht Gelassenheit. Kommt vielleicht von der Anwesenheit der Handwerker.
Bilder von ihr, jedes Bild ein Gefühl von mir für sie. Dafür reicht die Konzentration heute nicht. – Ich versuche es mit der melancholischen Geschichte für BzB, Nachtrag zu den Feiertagen. Ob ich die hinkriege? Will ich überhaupt? Sie ist so sentimental. Und nur so zu schreiben, wie ich immer schreibe. Ich möchte anders schreiben. Nur Beschreibung. Nur Außen. Von außen nach innen blicken. Statt von innen nach außen.
Lacher beim Frühstück, beim Lesen des Spaßhoroskops von Rob Brezsny: With a fortune of $27 billion, business tycoon Larry Ellison is the sixth richest person in the world. His monumental sense of self-importance is legendary. One of his colleagues says, "The difference between God and Larry is that God does not believe he is Larry." ... .
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