Nein. Am Ende hatte der Text sogar noch einen Subtext, der sich von alleine eingestellt hat. Aber was für eine Mühe, bis er endlich gestimmt hat. Übung in Genauigkeit. – Damit weitermachen heute? – Ich dachte, es hätte etwas zu bedeuten (dass ich den Bücherstapel entdeckt habe und dann nicht davon losgekommen bin - zweimal umgekehrt). Diese Denkfigur: Es muss etwas zu bedeuten haben, dass … . – Persönlicher Aberglaube: es soll so sein, dass ich das jetzt mache, dass ich das jetzt erlebe, das ist gut für mich. – Annahme einer höheren Lenkung ist dazu nicht nötig. Ich-religiös? – Ich ziehe etwas an, etwas liegt auf meinem Weg, deshalb ist es gut für mich. Die Folgerung ist Wunschdenken. Und das ist der Aberglaube. Gut oder nicht-gut, es ist das, was ich daraus mache, und das ist es, was es zu bedeuten hat. Ich hätte auch darüber schreiben können, wie ich der Eingebung widerstehe, ein Interview zu machen mit dem Bücherstapel, und das wäre dann vielleicht eher der spielerische Text geworden, bei dem es endlich auch mal wieder etwas zu lachen gegeben hätte.
Arbeitstitel: Bemühen Sie sich nicht! – Untertitel: Man soll im Leben immer nur das machen, was man am zweitbesten kann. Oder: How to succeed in business without really trying. Oder: Das rechte Tun ist Nicht-Tun und es wird doch alles recht getan. Proust. Angelsächsischer Anonymus. Lao Tse. - Lachen würde ich gerne mal wieder beim Schreiben. Aber wenn ich von etwas von vornherein schon weiß, dass es nicht ernst zu nehmen ist? – Dann habe ich mir schon wieder zu viel gedacht. Was mit einer Intuition begonnen hat intuitiv fortsetzen. Alles ist erlaubt, nur keine Gedanken. Und wenn es nur Gedanken gibt, dann war es eben nichts.
Heute wird es schwer.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen