Donnerstag, 24. März 2011

Dämpfer

Brief an die Gönnerin. Wie jedes Mal auch ein Geschäftsbericht: Kein Geschäft. Nach wie vor nur Pläne für ein Geschäft. Den Dämpfer von gestern habe ich nicht erwähnt. Weil es immer noch zu früh ist. Noch verarbeite ich. Schwere Enttäuschungsreaktion gestern Nachmittag, nach dem Aufwachen heute Früh anhaltend. Doch nach den Morgenseiten war es ausgestanden und der Blick ging wieder nach vorne. – Immer wieder: Schreibt Morgenseiten!

Die Zahl der Page Impressions, die mir den Dämpfer versetzt hat, verrate ich nicht. Nur ein Auswertungsergebnis: Wenn all die Leute, die meinen Blog aufgesucht haben, seit es ihn gibt, geblieben, wenn aus ihnen regelmäßige Leser geworden wären, dann wäre ich gestern nach dem Lesen der Blog-Statistik sehr, sehr zufrieden gewesen, weil das meine Erwartungen weit übertroffen hätte.

Heute Morgen der Impuls, die Google-Anzeigen-Kampagne zu stornieren. Symbolische Handlung. Ritual. So was brauche ich ab und zu. Reinigung, Demutsgeste gegenüber der Realität. Und damit der Animismus auch schon im Übergang zu einer rationalen Einschätzung: Du hast kein Produkt. Also ist es lächerlich zu werben. Leute zu locken zu etwas, das noch gar keine Umrisse hat, noch gar nicht fassbar ist. – An der Stelle der Wendepunkt in den Morgenseiten. Hin zu Überlegungen, wie ich aus dem, was ich habe, ein Produkt formen kann.

Alternative: Den Hauptblog, Biest zu Biest, so lassen wie er ist, ihn weiter treiben (driften) und sich dabei entwickeln lassen, unbelastet von der Absicht, damit ein Geschäft machen zu wollen. Mein Blog; was für ein Glück, dass ich ihn habe! Einen zweiten Blog brauche ich dann nicht. Das innere Biest geht auf in BzB. Und das dringend benötigte Geld hole ich mir auf eine andere Art. Frühling. Die Parks füllen sich mit Menschen. Raubüberfälle auf alte Frauen und Schulkinder. – Geld bar auf die Hand. Variante des überfallartigen Interviews.

Später: Ich storniere die Anzeige nicht. Und das mit den alten Frauen war selbstverständlich nur ein schlechter Witz. Aber worüber ich inzwischen ernsthaft nachdenke: Raubüberfälle auf bekiffte Schulkinder.

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