Kategorie (tag) Gemeinde vor ein paar Tagen aus dem Index gestrichen und jetzt auch aus meinem Kopf als Plan. Schön, wenn so etwas entsteht mit der Zeit, langer Zeit, aber als Plan, den ich verfolge, als etwas, von dem ich meine, der Blog müsse das haben, ist es ein Kitsch. Das Gute an dem Blog ist, dass er so etwas nicht haben muss: er ist kein Geschehen, das inszeniert werden muss mit vielen bunten Einfällen. Der Blog ist, was ich jeden Tag mit ihm mache. Mehr Plan braucht es nicht, alles andere inszeniert sich von selbst. Immer wieder zu meiner Verwunderung und zu meiner Belehrung: Befreie dich von deiner Drehbuchautor-Vergangenheit. Hör auf dich zu verhalten wie ein Charakterentwurf für einen ausgedachten Plot. Das war tatsächlich mal eine Idee, die ich hatte in den Anfängen des Bloggens: dass ich mich so aufstellen sollte. Eigentlich auch gar nicht anders sein konnte als so, nachdem ich zuvor viele Jahre mich bewegt hatte in dem Muster von Handlungsziel, Konflikt, Auflösung und das organisiert in drei Akten, angelegt auf 90 Minuten.
Allem misstrauen, was nach Vorsatz aussieht und Konzept. Peinlich die Willenserklärung am Ende von Sauna. Vorhin wollte ich sie streichen. Sie stehen gelassen als Dokument: Die Leser sollen sich wohlfühlen, ich will mich wohlfühlen beim Schreiben. Ja, dann mach doch und schau, was daraus wird. Aber schreibe nichts hin, was am nächsten Tag vielleicht schon wieder anders aussieht und gut, dass es so ist, dass der Blog diese Flüssigkeit hat und nicht so starr ist wie meine Vorsätze. Das hier auch schon wieder dabei, einer zu werden. Ich höre auf.
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